Irish Fliegen 2025

Irishfliegen 06.09.2025 – „Von der Thermik direkt zur Theke“

Wenn im Rietbad anstelle der Kuhglocken Dudelsäcke dröhnen, die Pubs auf der Wiese ihre Türen öffnen und der Duft von Guinness und Grilladen in der Luft hängt, dann weiss jedes Kind: Es ist Irish Openair Toggenburg. Und wenn dann plötzlich bunt beflaggte Gleitschirme mit Rauchschwaden über dem Gelände kreisen, dann ist klar: Die GCT-Jungs und -Mädels sind wieder unterwegs – und liefern die einzige Show des Abends, die nicht im Festivalprogramm stand.

Der Aufstieg mit Schottenrock und Pyrotechnik im Gepäck

Am Samstag, 6. September, trafen wir uns brav um 16:00 Uhr beim Restaurant Sternen in Nesslau. Noch schnell alles ins Säntistaxi gepackt – und hoch ging’s auf den Stockberg. Oben erwartete uns ein Abend wie aus dem Bilderbuch: Sonne, perfekte Flugbedingungen und eine Truppe, so hibbelig wie die Kelly Family vor ihrem ersten grossen Auftritt.

Also: Fahnen montieren, Schottenröcke überziehen (ob drunter mit oder ohne, bleibt natürlich ein Geheimnis), Rauchpetarden anbringen – fertig war unser „Festival-Outfit“. Wer jetzt noch dachte, wir seien eine seriöse Flugtruppe, den haben wir spätestens hier verloren.

Showtime über dem Festival

In zwei Staffeln hoben wir ab. Einige nutzten noch die letzte Abendthermik, um über dem Stockberg elegante Kreise zu ziehen, andere zielten direkt auf das Festivalgelände. Von oben ein Bild wie aus einem Musikvideo: bunte Schirme, wehende Fahnen und Rauchschwaden im goldenen Abendlicht. Von unten: Jubel, Applaus, Johlen – und garantiert ein paar Zuschauer, die dachten, das sei die teuerste Nebelmaschine des Festivals.

Landung & … Duschen?

Das Motto beim Landen war: Such dir einen Platz, solange da noch kein Auto steht. Mit jedem neuen Festivalgast schrumpfte unser Landeplatz – aber alle kamen heil runter. Schirme verstaut, Schottenrock gerichtet, ready fürs Festival.

Dank der zugesicherten Tickets konnten wir nahtlos vom Piloten- in den Pub-Modus wechseln. Na ja, fast nahtlos … denn unter Flugkollegen geht man eigentlich geschlossen an so einen Anlass. Nur: Wo war Alex? Während wir schwitzend und durstig vor dem Einlass warteten und uns über Pöbeleien zwischen betrunkenen Bravehearts und der Security amüsierten, war er verschwunden. Plötzlich tauchte er wieder auf – top gestylt und frisch geduscht aus seinem Wohnmobil, als stünde gleich die Mister-Highland-Wahl 2025 an. Welche er natürlich problemlos gewonnen hätte.

Fazit

Das Irishfliegen 2025 war wieder ein Volltreffer: perfektes Wetter, spektakuläre Aussicht, viel Applaus und noch mehr Guinness. Kurz gesagt: ein Samstag wie gemacht für Schottenröcke, Rauchschwaden und Festivalstimmung. Und die beste Einstimmung aufs Flugmeeting am Sonntag – falls sich bis dahin überhaupt noch jemand an den Heimweg erinnern konnte.

Ein grosses Dankeschön geht an das Irish Openair Toggenburg für die Tickets, an Martin und Alex für die Organisation – und natürlich an alle, die uns vom Boden aus so gefeiert haben. Wir kommen gerne wieder, mit Schirm, Charme und (hoffentlich) Schottenrock.

Bericht: Stefan Schwarz

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